
Haus Hülhoven (Der Baron, Das Schloss)
Das Haus Hülhoven ist allen Hülhovenern bestens bekannt und
von der Dorfdurchfahrtsstraße Hülhovener Straße
sichtbar. Um 1610 war es im Besitz von Johan von Hülhoven. In 1651
wurde es Eigentum von Gisbert von Hülhoven, kaiserlicher Amtmann
und Kommandant von Sittard (16561657). Er und sein Bruder besaßen
auch die Hälfte des Loherhof's bei Uetterath. Die andere Hälfte
dieses Gutes besaß Johan Speel. 1654 wurde Johan Ludwig van Olmissen
(auch Mülstroe) Lehnsherr von Hulhoven und Eigentümer des Hauses.
Er war ein Sohn von Anna von Hülhoven, Tochter von Otto Wilhelm.
In der heutigen Form wurde es um ca. 1700 vom Freiherrn Mulart (auch
Mulert) von Hülhoven neu errichtet. Seit dem 18. Jahrhundert ist
es im Besitz der Familie von Scheibler (Georg Freiherr von Scheibler).
Die Nachfahren leben auch in heutiger Zeit noch dort. (Quelle:
Wikipedia-Artikel
über Hülhoven)

Herr Freiherr Rudolf von Scheibler, welcher 34 Jahre lang als Landrat
im Kreis Heinsberg tätig war, verstarb am 20. Juni 1934.

(Quelle: mit freundlicher Genehmigung des Ortsrings Eschweiler
Grebben Hülhoven e.V. der alten Schulchronik entnommen)
Haus Hülhoven im 18. Jahrhundert
Material aus der Sammlung Duncker
Mit freundlicher Genehmigung der Zentral-
und Landesbibliothek Berlin (ZLB) darf hier eine alte digitalisierte
Lithografie mit dazugehörigem Text aus der Sammlung
Duncker (18. Jahrhundert) verwendet werden. Das sehr schöne
und interessante Material stammt aus der Historischen Sammlung der ZLB.
An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an die ZLB.

Bildausschnitt in Originalgröße:

Dazugehöriger Text:
HÜLHOVEN.
RHEIN-PROVINZ. REGIERUNGS- BEZIRK
AACHEN. KREIS HEINSBERG.
Hülhoven befindet sich seit undenklichen Zeiten im
Besitz der freiherrlichen Familie von Hülhoven. Bis etwa zur Mitte
des siebenzehnten Jahrhunderts war dieser Besitz ein sehr bedeutender.
Damals jedoch übte der zeitige Besitzer in eigner Person an einem
Jagdfrevler Justiz aus, weswegen er in Düsseldorf vor dem Stellvertreter
des Landesherrn in öffentlicher Sitzung Abbitte thun sollte, bis
wohin der grösste Theil seines Grundeigentums, höchst werthvolle
Waldungen, mit Sequester belegt wurde. Er fand sich auch willig dazu,
bis er in Düsseldorf seine ganze Nachbarschaft so weit diese dem
Adel angehörte, vorfand, die dem als hochmüthig bekannten Standesgenossen
die Demüthigung durch ihre Gegenwart noch fühlbarer machen wollte.
Damals kehrte er mit einigen derben Worten dem Saal und zugleich dem grössten
Theil seines Besitzes für immer den Rücken und wurde dieser
Theil von Hülhoven fortan als Domaine betrachtet und als solche noch
in jüngster Zeit verkauft.
Im Anfange des vorigen Jahrhunderts heirathete der österreichische
General Freiherr von Hannet ein Fräulein von Hülhoven, das ihm,
als Letzte ihres Namens, das Gut zur Mitgift brachte. Adrian von Hannet,
der Grossvater der Tochter des späteren Besitzers Joseph Jörissen,
war- sein Urenkel. Er heirathete eine Baronin Holling, von der er sieben
Töchter und zwei Söhne hatte. Letztere fielen als bayerische
Majors in den napoleonischen Kriegen; von den Töchtern starben vier
in jungen Jahren und eine der Ueberlebenden heirathete Joseph Jörissen,
der das Gut erhielt, da seiner Frau Schwestern, die Eine nach Schlesien
an einen Herrn von Donat, die Andere nach Frankreich verheirathet waren.
Nach dem vor zwei Jahren erfolgten Tode Joseph Jörissens kaufte der
Landrath a. D. von Scheibler zu Aachen das Gut, in dessen Besitz es sich
noch gegenwärtig befindet.
Quelle (mit freundlicher Genehmigung zur Verwendung auf dieser Internetseite):
Historische Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Link zur Original-PDF-Datei: http://www.zlb.de/digitalesammlungen/SammlungDuncker/11/606%20Huelhoven.pdf